Wirtschaft für Klimaschutz und massive Stärkung der Entwicklungspolitik

Senat der Wirtschaft überreicht Impulspapier an Bundeswirtschaftsminister Altmaier

Anlässlich seiner Bundestagung auf dem Petersberg bei Bonn verabschiedete der Senat der Wirtschaft ein Impulspapier zu vielfältigen politischen Herausforderungen.
Diese Impulse überreichte der Präsident Prof. Franz Josef Radermacher an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, der als Redner an der Bundesversammlung teilnahm.
Die gemeinwohlorientierte Vereinigung von Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft bietet der Bundesregierung ihre Mitwirkung bei praktischen Lösungen der Klimaprobleme an und schreibt in dem Impulspapier u.a.:

Junge Menschen haben Angst um ihre Zukunft und protestieren für mehr Klimaschutz. Fortschritte werden wir aber nur dann erzielen, wenn Vorstellungen darüber entwickelt werden, wie die weltweiten Probleme gelöst werden können...

... Die heutigen stark national fokussierten Ansätze in der Klimapolitik sind in diesem Sinne weitgehend kontraproduktiv. Sie kosten viel Geld, tragen aber zur Rettung des Klimas nur wenig bei. Die aktuellen Zahlen sprechen für sich. Die entscheidenden Herausforderungen, nämlich die Gestaltung der Wachstumsprozesse der Entwicklungs- und Schwellenländer, werden schlichtweg ignoriert. Wir sollten uns gegenüber den jungen Menschen endlich ehrlich machen.

So wird als Impuls darauf hingewiesen, dass neue Technologien der Schlüssel zur Lösung seien. Heute seien wahrscheinlich synthetische Kraftstoffe, basierend auf Wasserstoffnutzung und CO2 Recyclierung, ein Schlüsselthema. Preiswerte Sonnenenergie aus den großen Sonnenwüsten der Welt lassen Lösungen möglich werden, die bisher nicht vorstellbar waren.

Private und freiwillige Leistungen zum Klimaschutz sind wertvoll und sollten gewürdigt werden

Die Entscheidung mehrerer Industrieunternehmen, eigeninitiativ und konkret klimaneutral zu werden, ist zu begrüßen. Zunehmend engagieren sich Unternehmen, ehrlich und transparent durch wirksame Reduktion und Kompensation der Treibhausgasemissionen.
Ihr Beitrag ist unverzichtbar, will man das Klimaziel noch erreichen. Öffentlich sollte man viel mehr von derart großartigen Schritten hören, darüber positiv berichten und einen Austausch fördern. Schon gar nicht sollten derart großartige Schritte schlecht geredet und z.B. als Ablasshandel abqualifiziert werden.
Aufwendungen von Privatpersonen und Unternehmen für CO2-Kompensation und die Erzielung von Co-Benefits für sämtliche Nachhaltigkeitsziele der UN sollten vorbehaltlos als Betriebsausgaben / Spenden steuerlich anerkannt werden.