Impulse und Ideen – im vertrauensvollen Dialog mit der Spitzenpolitik

Der Dialog mit den Spitzen der Politik auf Vertrautenebene ermöglicht, politische und wirtschaftliche Entwicklungen zeitnah und aus nächster Nähe zu verfolgen und sachlich einzuordnen. So können Impulse aus dem Senat direkt platziert werden und Mitglieder gewinnen einen Nutzen durch Orientierung.
Mit der stellvertretenden Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin in Nordrhein-Westfalen, Mona Neubaur, wurde über Transformation und die Balance zwischen Wachstum und Nachhaltigkeit gesprochen.
Mit der Politikerin der Grünen sprach der Vorstand des Senats auch über die Bedeutung gesellschaftlicher Akzeptanz für Veränderungsprozesse. Berichtspflichten und ideologischer Druck lenken von den Zielen einer sinnvollen Transformation ab. Gerade im Mittelstand erdrückt eine hohe Regulierung und Bürokratisierung massiv.
Auf eine von der Ministerin angesprochene Ausbildungsmüdigkeit bei Betrieben entgegneten die Senatsvertreter die Erfahrungen der Mitglieder des Senats. Der Mittelstand meldet Ausbildungsbereitschaft, sieht jedoch qualitative Defizite bei Bewerberinnen und Bewerbern und bleibt zudem vom Mitarbeitermangel weiter betroffen.
Die Ministerin regte selbst weitere gemeinsame Gespräche und auch Aktivitäten an, zugleich zeigte sie sich offen, die Impulse aus dem Senat aufmerksam anzunehmen.
Bei einem persönlichen Treffen mit der hessischen Ministerin für Arbeit und Soziales, Heike Hofmann, wurde über die Auswirkungen der Aktiv-Rente auf Arbeitsverträge beraten. Bestandsschutz im Arbeitsvertrag oder neue Vertragsmodelle nach dem Renteneintritt – offenbar ein noch offener Bereich der Gesetzesthematik.
Weitere Themen im Umfeld der Zukunft von Wachstum und sinnvoller Nachhaltigkeit wurden besprochen. Heike Hofmann wird ab Januar den Vorsitz der Arbeits- und Sozialministerkonferenz übernehmen.
Mit Prof. Hendrik Streeck, Virologe, Bundestagsabgeordneter und Drogenbeauftragter der Bundesregierung, wurde die Bedeutung medizinischer Prävention diskutiert.
Eine neue Idee aus dem Senat: Unternehmen können Präventionsangebote finanzieren und damit Mitarbeiterbindung stärken. Der geldwerte Vorteil solcher Leistungen könnte dann steuerfrei gestellt werden. Prävention trägt zur Entlastung des Gesundheitssystems bei. Ein solcher Impuls müsste weiter erörtert und ausgearbeitet werden.
